Workshop und Gedenkstunde auf dem Golm
In der Endphase des Krieges 1944/45 erreichten die strategischen Luftangriffe der Alliierten auf das Deutsche Reich ihren Höhepunkt. Anfang März 1945 war Swinemünde ein bedeutender Stützpunkt und Versorgungshafen der deutschen Kriegsmarine. Neben Bewohnern, Militärangehörigen, internationalen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen hielten sich zeitgleich in der Stadt zahlreiche Menschen auf, die aus den deutschen Ostgebieten geflüchtet waren. Die sowjetische Militärführung, deren Verbände bis kurz vor Stettin vorgerückt waren, ersuchten die US-Luftstreitkräfte um eine Bombardierung des Kriegshafens und der Schiffsflotte in Swinemünde. Am Morgen des 12. März 1945 starteten in England 671 viermotorige Bombenflugzeuge der 8. US-amerikanischen Luftflotte. Während des Angriffs, der von 12.06 Uhr bis 12.58 Uhr dauerte, warfen die Flugzeuge mehr als 3.000 Sprengbomben ab. Die genaue Zahl der Todesopfer lässt sich nicht mehr ermitteln. Nach wissenschaftlicher Auswertung zeitgenössischer Quellen kamen etwa 4.000 bis 6.000 Menschen ums Leben. Ein Großteil der Toten wurde auf der Kriegsgräberstätte Golm bestattet.
Heute findet hier jedes Jahr eine Gedenkfeier zur Bombardierung der Stadt Swinemünde statt. An dieser Gedenkveranstaltung haben die Jugendlichen mitgewirkt. Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Schule Sankt Vith, haben ein Gedenken vorgetragen. Außerdem wurde von den Jugendlichen ein selbstgestalteter Kranz niedergelegt. Die Beschäftigung mit der Bombardierung Swinemündes zeigt wie wichtig es ist die Menschenrechte zu achten und für eine Demokratie und Frieden einzutreten. (Foto Carlo Lejeune)
In der Jugendbegegnungsstätte Golm lernten sich die Schülerinnen und Schüler aus den Niederlanden, Belgien, Polen und Deutschland durch das sogenannte "Speeddating" besser kennen.
Im Anschluss arbeiteten sie gemeinsam in Workshops an einem virtuellen Lernkoffer zum Thema Menschenrechte und stellten ihre Ergebnisse in Standbildern, einer Form des dialogischen Erinnerns, da.